Vereine - hsb-Fechten

Stahlberg beste Deutsche

Beim Grand Prix in Doha, die höchste Kategorie eines Fechtturniers des internationalen Verbandes, erreicht Nadine Stahlberg unter 178 Teilnehmer den 54. Platz. Die Luxemburgerin Lis Fautsch wird 55. Stephan Rein belegt im Herrendegen Platz 141.

Mit 4 Siegen und 2 Niederlage starteten beide Heidenheimer Fechterinnen in die Direktausscheidung und konnten dank eines guten Indexes von einem Freilos profitieren. Im Gefecht um den Einzug in den zweiten Wettkampftag stand Stahlberg der Spanierin Dora Kiskapusi gegenüber. Stahlberg dominierte von Anfang an das Gefecht und konnte einen klaren 15:6 Sieg einfahren. Fautsch traf auf die Leverkusenerin Alexandra Ehler. Nach einem ausgeglichenen Gefecht mit wechselnder Führung kam es nach Ablauf der regulären Zeit zum Sudden Death, welches Fautsch 9:8 für sich entscheiden konnte. Am zweiten Wettkampftag fechtete Stahlberg gegen die Nationalmannschaftsfechterin aus

Russland Tatiana Andrushyna. Nach einer 6:3 Führung, wo Stahlberg einen souveränen Eindruck hinterließ, konnte die Russin allerdings das Gefecht drehen und 10:9 in Führung gehen. Stahlberg kam nochmal auf 11:11 ran, und entschied im Sudden Death einen Überraschungsangriff zu starten, welche die Russin aber abwehren konnte. Trotzdem kann sich die 24‐Jährige erneut über dieses

Resultat freuen, da sie nach ihrem 30. Platz beim Weltcup in Havanna erneut vorne mitmischen konnte. Fautsch musste im 64er Tableau gegen die Koreanerin Sera Song fechten. Nach einem 4:4 Gleichstand nach dem ersten Drittel und einem 8:9 Zwischenstand im zweiten Drittel, konnte die

Koreanerin im dritten Drittel mit zwei Treffern in Führung gehen, was Fautsch unter Zugzwang setzte. Fautschs Angriffe konnte die Koreanerin aber gut abwehren und das Gefecht ging 15:9 verloren. Sophia Weitbrecht konnte nach 3 Siegen und 3 Niederlagen in der Runde ihr erstes Gefecht in der

Direktausascheidung nicht gewinnen. Sie verlor gegen die Britin Susan Sica 15:10 und belegt Platz 108. Tauberbischofsheimerin Shirin Vollrath, die in Heidenheim lebt und trainiert, gewann nach 4 Siegen und 2 Niederlagen in der Vorrunde ihr erstes Gefecht gegen die Malika Khakimova aus Usbekistan 15:12, musste aber anschließend eine bittere 15:14 Niederlage gegen die Polin Barbara Rutz akzeptieren, nachdem sie 14:10 in Führung lag. In Endklassement belegt sie Platz 90. Die nächste Etappe für Damendegen ist der Weltcup in Barcelona, der am 8. Februar stattfindet. Hier wird Heidenheim mit 6 Fechterinnen vertreten sein.

 

 

Stephan Rein konnte im Herrendegen den Sprung in den zweiten Wettkampftag nicht erreichen. Nachdem er sich beim Heidenheimer Pokal vor 2 Wochen eine Bänderverletzung zugezogen hatte, stand sein Start beim Grand Prix in Doha lange in Frage. Mit 3 Siegen und 3 Niederlagen startete Rein als Nummer 101 ins K.O unter 218 Teilnehmer und stand dem Kolumbianer John Rodriguez, der in Paris beim französischen Club Levallois trainiert gegenüber. Rein blieb immer dran und konnte sogar beim Stand von 12:14 nochmals auf 14:14 ausgleichen, doch der Kolumbianer setzte den entscheidenden 15. Treffer und Rein muss sich mit Platz 117 zufriedengeben. Bis zum Weltcup im kanadischen Vancouver am 8. Februar wird er sein Trainingsrückstand wieder reinholen und fitter auf der Bahn antreten können.

 

U23 European Circuit Busto Arsizio

Jakob Blum konnte beim U23 European Circuit in Busto Artsizio einen guten 44 Platz unter 221 Teilnehmer im Herrendegen erfechten. Der noch bei den Junioren startberechtigte Fechter rreichte 4 Siege und 2 Niederlagen in der Runde und konnte nach einem Freilos im 256er K.O., im 128er Tableau gegenden Spanier Yago Navarro 15:11 gewinnen. Unter den Besten 64 verlor er gegen den Russen Daniil Rudykh 15:11. Der zweite hsbler Cedric Reiser, ebenfalls noch Junior, schaffte 3 Siege und 3 Niederlagen in der Runde verlor aber danach sein Auftaktgefecht gegen den Italiener Giovanni Loparco 15:13 und belegt Platz 133.

 

Im Damendegen waren Vanessa Riedmüller, Nummer 2 der europäischen U23 Rangliste, und Franziska Mayr für den hsb am Start. Riedmüller startete mit 5 Siegen und einer Niederlage ins Turnier und Mayr mit 4 Siegen und einer Niederlage, sodass beide im 256er K.O. befreit waren. Im 128er Tableau musste Mayr das Gefecht gegen die Schweizerin Manon Emmenegger 15:10 abgeben und belegt im Endklassement Platz 72. Riedmüller kann ihr erstes Gefecht mit 15:11 gegen die Italienerin Sara Zanardo für sich entscheiden und gewinnt auch im 64er Tableau mit 15:4 deutlich gegen die Italinerin Elena Giannico. Im 32er Tableau war aber Schluss: Die Italienerin Marta Ferrari, ehemalige Nationalteamfechterin besiegt Riedmüller mit 15:5, sodass Riedmüller sich mit Platz 22 begnügen muss. Ferrari konnte sich im Verlauf des Turniers die Goldmedaille sichern.

 

 

Jonas Boorz und Max Busch auf dem Treppchen

Beim Württemberg / Baden Nord Ranglistenturnier der U17 in Heidelberg konnten gleich zwei Heidenheimer sich aufs Treppchen fechten. Während Jonas Boorz schon ungeschlagen durch die Runde kam, erwischte Max Busch mit 3 Siegen und 2 Niederlagen einen etwas schlechteren Start . Doch im K.O. konnten beide vollends überzeugen. Während Boorz an Nummer 1 gesetzt nach einem Freilos und einem souveränen Sieg gegen Ben Szalay aus Ditzingen das Finale des Besten 8 erreicht, schafft Busch nach einem Auftaktsieg gegen Finn Tatzko aus Nürnberg die Überraschung gegen den deutschen Ranglisten fünften Benjamin Schwitzer aus Heidelberg und gewinnt deutlich mit 15:9.

Auch Henri Breker, Dominik Renz und Vince Vogel schafften den Einzug ins Finale der Besten 8. Hier kam es zwischen Vogel und Boorz zum Heidenheimer Duell, wo sich Boorz mit 15:13 durchsetzen konnte und Vogel belegt im Endklassement Platz 8. Breker musste eine knappe 15:14 Niederlage gegen Valentin Rosenmayer aus Ditzingen hinnehmen wird 5. und Renz verlor gegen den Reutlinger Julius Kazmayer 11:15 und belegt Platz 6. Max Busch gewann sein Viertelfinale gegen Colin Grundler aus Reutlingen 15:8. Im Halbfinale kam es wieder zu einem Heidenheimer Duell zwischen Boorz und Busch, welches Boorz mit einem Handtreffer beim Stand von 14:14 für sich entscheiden konnte. Im Finale unterlag er aber dann deutlich Rosenmayer mit 15:7 und gewinnt Silber.

In der Mannschaft konnten sich die hsbler mit Vogel, Breker, Boorz und Renz gegen den TSG Reutlingen im Finale mit 45:38 durchsetzen.

Backnang U17 Württembergisches / Baden Nord Ranglistenturnier mit Foto (privat): Dominik Renz, Henri Breker, Janos Boorz und Vince Vogel

 

 

European Circuit in Espoo

Die zwei Heidenheimer Jugendtalente Matthew Bülau und Benedict Schenkengel nutzten das finnische European Cadet Circuit in Espoo (Finnland), um weitere internationale Erfahrung zu sammeln. Matthew Bülau, der derzeit auf eine Nominierung für die Kadetten Europameisterschaften in Porec hoffen darf, und Benedikt Schenkengel schafften auch beide den Sprung unter die Top 64.

Schenkengel startete mit 4 Siegen und 2 Niederlage ins Turnier, zeigte im 128er Tableau eine solide Leistung gegen den Türken Emir Akal und gewinnt 15:10. Im 64er Tableau verliert er allerdings gegen den Hong Kong Chinesen Ting NG 10:15 und belegt im Endklassement Platz 44 unter 163 Teilnehmer.

Bülau schaffte 3 Siege und 3 Niederlagen in der Runde, gewann sein 128er Gefecht gegen den Japaner Shingo Shinoda deutlich 15:9, verlor aber anschließend gegen den Schweden Hugo Brandberg 15:7 und belegt Platz 55.

 

Lis Rottler-Fautsch am 28.01.2020, 15:48

Quelle: www.sportkreis-hdh.de - Stand: 02.04.2020, 23.36 Uhr - Alle Angaben ohne Gewähr.